Hunds-Trumerln – eine unendliche Geschichte
FREDL und FERDL
von Hund zu Hund - ein Dialog
- No, Fredl, freust dich schon auf’n Sommer?
- Na, net wirklich, Ferdl! Der Winterurlaub könnt’ von mir aus länger dauern. Im Sommer muss ich
meinen Menschen dauernd ausführen und unterhalten.
- Wie is’ denn dein Mensch so?
- Patschert! Ich sag’ „Patscherl“ zu ihm.
- Meiner heißt „Tschapperl“. Gestern bin ich mit ihm joggen gegangen. Das heißt: ICH bin gegangen,
ER hat g’laubt, er rennt.
- Ich richt’ meinen g’rad ab. Du, Ferdl, des is’ lustig! Heut’ hab ich ihn zu Haus’ schon robben lassen.
- Ach ja, das übliche Programm? Ball unter den Kasten – und das Herrl liegt schon am Bauch.
Stimmts?
- Aber wo! - Geldbörsel verstecken! Da suchen’s viel hemmungsloser.
- Super, Fredl!
- Morgen werd’ ma das mitten im ADEG üben.
- Heast, du bist a gemeiner Hund! Gell, da werden’s dann immer so hilflos, wenn sie
sich vor den andern Menschen rechtfertigen wollen.
- Tja, Ferdl, das müssen’s halt lernen. – Ich mach’ zum Beispiel derzeit grundsätzlich auf’n Gehsteig
mein Hauferl.
- Und dein Patscherl putzt, damit er net blöd ang’redt wird. Das kenn’ ich und wir können das auch
schon. Wir arbeiten bereits am nächsten Level: Ich exkrementier’ ganz vornehm am
Kinderspielplatz, wenn nicht viel los ist.
- Verstehe, Ferdl! Damit dein Tschapperl lernt, dass man auch dann Scheiße wegräumt, wenn keiner
herschaut. Genial!
- Na ja Fredl, soziale Kultur muss ma eben auch einmal lernen. Und den Kindern is’ eh wurscht.
- Genau! Wenn’s in die Haufen fallen begreifen’s wenigstens die Natur.
- Richtig! Es lebe die Fäkalkunst!
- Und unsere Herrln!
(Gerhard Krenn)