Schau nach, was dich interessieren könnte. Interessen sind verschieden.
Hier findest du literarisch anspruchsvolle Tipps, aber auch Buchbesprechungen aus dem Bereich der Trivialliteratur.
Überall auf dem Globus hat jeder Volljährige eine Box erhalten, wo ein Faden enthalten ist. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um den persönlichen Lebensfaden handelt, woraus man absehen kann, wie lange man zu leben hat. Der Autor beschreibt, was mit der Gesellschaft, mit Beziehungen und mit jedem Einzelnen passiert, wenn einem die eigene Sterblichkeit derart drastisch bewusst gemacht wird.
Politische Reaktionen zeigen, dass die Spaltung der Gesellschaft in "Frühsterber" und "Längerlebende" vorangetrieben wird. Ein verstörendes, aber auch Sinn machendes Buch.
Die Rezensionen sind meist positiv, nur eine Rückmeldung zeigt deutlich die Problematik auf, wenn eine ältere Dame es als Frechheit empfindet, wenn man so ein Buch geschenkt bekommt.
Für mich war dieses Buch ein Ereignis, das allerdings teilweise die typisch amerikanische Mentalität, die man auch aus amerikanischen Filmen kennt, zelebriert. Das hat mich eher gestört.
Bewertung: 2
Trotz vieler Fachausdrücke aus dem Schifffahrtswesen ist das ein beeindruckender Roman - oder eine Novelle, Kurzgeschichte? - über Erziehung und deren Auswirkungen, über Einsamkeit, Selbstaufgabe, Inaktivität, Glaube und Hingabe an festgefahrene Strukturen. Der Glaube an höhere Mächte führt zur Katastrophe.
Bewertung: 2
gelesen von karin12
Wenn's einfach wär' würd's jeder machen (2018)
von Petra Hülsmann
Verlag: Lübbe
576 Seiten
Teilweise ist es ein Liebesroman, hauptsächlich aber geht’s um schwierige Jugendliche und den Schulalltag und um die Dankbarkeit der Kids, wenn man sie ernst nimmt .... sehr berührend und großteils realistisch, hat mich sehr eingenommen und ich konnte mich total in die Situationen hineinversetzen, die Jugendlichen so zu beschreiben erfordert offenbar beste Recherche oder eigene Erfahrungen. Super!
Bewertung: 1
Petra Hülsmann: 1976 in Deutschland geboren, studierte Germanistik und teilweise Kulturwissenschaft, ist in einer Anwaltskanzlei beschäftigt, reiste 6 Monate mit dem Rucksack durch Südostasien.
Der Roman spielt im Wien der 30er Jahre bis zur Machtergreifung durch die Nazis, Es ist eine Geschichte um die Liebe zu einer Tänzerin und um die Freundschaft zu Sigmund Freud.
Seethaler in einer sehr bildhaften, plastischen und lyrischen Sprache. Ein sehr bewegender Roman.
Bewertung: 1
Ein Musiklehrer trifft auf den Geist eines bei einem Autounfall Verunglückten.
Am Anfang ist der Roman sehr ansprechend, witzig, satirisch, es blitzen gute Ideen auf, aber am Schluss weiß ich nicht, wozu das Ganze gut sein sollte;
Ich hatte das Gefühl, dass noch nicht alles geklärt ist und praktisch nichts weitergegangen ist in der Entwicklung der Hauptperson.
Ich würde die Note 3 geben.