Der Autor Peter Glanninger, selbst ehemaliger Polizist und Ausbildner im Innenministerium, beschreibt die Abhängigkeit eines ganzen Dorfes von einer satanistischen Sekte um einen tyrannischen Baron. Ein Mädchen wurde im Zuge von satanistischen Ritualen gezüchtigt und seelisch gebrochen. Vielen ist das klar, aber keiner traut sich, etwas zu sagen, aus Angst, selbst in die Machenschaften der Sekte zu geraten. Und als sich endlich einige dazu entschließen, gegen diese Herrschaft aufzutreten, wird das Dorfvolk erst recht gespalten.
Ein kluger, spannender und sozialkritischer Krimi. Ein Zitat daraus: "Es gibt viel Leid auf der Welt - nicht wegen der Gewalt der bösen Menschen, sondern wegen des Schweigens der Guten."
Bewertung: 1
Es ist der erste Band um den LKA-Ermittler Thomas Radek. Der zweite Band ist 2022 unter dem Titel "Blutgrund" erschienen, wo es in St.Pölten um Machenschaften, Betrügereien und Morde im Baugewerbe geht. Korruption und Ausbeutung stehen auf der Tagesordnung.
Ein Wirtschaftskrimi mit durchwegs positiven Rezensionen.
gelesen von kritischler
Peter kommt später (2023)
von Thomas Raab
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Seiten: 336
Der 3. Teil, wo Frau Huber ermittelt. Nach der Romanserie über den Restaurator Metzger ist dieser Krimi enttäuschend. Der Humor wirkt zurechtgebogen und konstruiert, nicht spontan und frei. Es wirkt, als würde hier einer klug lustig sein wollen ohne Humor zu haben. Raab hätte aber Humor (das haben die Metzger-Romane bewiesen), leider will er sich offenbar selber übertreffen, aufgesetzt und unnatürlich. Trotzdem gibt es auch humorige und tragische Momente. Der Fall und seine Auflösung (viele Dorfbewohner haben Nazi-Altlasten) ist wie die Sprache, nämlich überladen.
Dennoch gibt es einige bemerkenswerte Zitate, wie z.B.:
"Denn an sich selbst kommt auch der Schnellste nicht vorbei."
"Gar nicht erst wählen zu gehen versteht nur jemand, der nie erleben musste, keine Wahl zu haben."
Bewertung: 3
Thomas Raab: Österreichischer Autor, 1970 geboren, studierte Mathematik und Sportwissenschaft, arbeitete als Lehrer, ist auch Musiker
Major J.Schäfer ermittelt in seiner Heimatgemeinde Kitzbühel; ein Unternehmer wurde an ein Gipfelkreuz genagelt.
Entgegen vieler positiver Rezensionen muss ich sagen: Für mich war dieser Krimi eher eine verworrene, nur mittelmäßig spannende Angelegenheit. Enttäuschend.
Bewertung: 4
Der Autor Georg Haderer (nicht zu verwechseln mit dem genialen Karikaturisten Gerhard Haderer!) wurde 1973 in Österreich geboren und ist gelernter Schuhmacher und Barkeeper. Er ist auch als Werbetexter tätig.
Ein Unbekannter hat in der weltberühmten Kaisergruft mehrere Geiseln genommen. Sarah Pauli, Journalistin beim Wiener Boten, befürchtet Schlimmes, als sie vor Ort berichtet.
Es war sehr bald klar, wer der Mörder ist. Die Spannung ist eher mäßig und die ganze Geschichte an den Haaren herbeigezogen.
Bewertung: 3
Die 1967 in Österreich geborene Autorin war als Journalistin und Moderatorin tätig, bevor sie sich dem Schreiben von Krimis widmete.